Bei der Arbeit im Gesundheitsberuf - speziell bei komplexen medizinischen Fällen im Arbeitsfeld eines Krankenhauses - geht es nicht immer „nur“ um klare medizinische Entscheidungen. Zunehmend gewinnen auch ethische Fragen an Bedeutung. Verstand, wissenschaftliche Erkenntnisse, Religion und Gesetze geben festgesetzte Rahmenbedingungen vor, die als erster Schritt bei solchen Fragestellungen herangezogen werden. Doch es gibt auch Situationen mit mehreren Handlungsoptionen. Hier braucht es häufig mehr als nur die üblichen Spielregeln, etwa wenn es Unklarheiten bezüglich der weiteren Behandlung eines Patienten gibt und das ethische Ideal möglicherweise im Konflikt mit persönlichen Interessen des Patienten steht.
Zur Unterstützung solcher Situationen wurde im Landesklinikum Hainburg eine interdisziplinäre Ethik-Beratung ins Leben gerufen. Die Gruppe setzt sich aus Ärztinnen und Ärzten, einer Hebamme und diplomierten Pflegepersonen zusammen. Die Ausbildung absolvierten die Mitarbeiter bei Univ.-Lektor OA Dr. Michael Peintinger, Vorsitzender der Ethikkommission und Leiter der klinischen Ethikberatung im Krankenhaus Göttlicher Heiland.
Die Aufgaben der Ethik-Beratung richten sich an betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ethischen Fragestellungen, wie zum Beispiel Therapiezieländerungen, Lebensqualität und Selbstbestimmung des Patienten, würdevolle Betreuung und vieles mehr.
Die Arbeit der Ethik-Beratung soll ein „Für und Wider“ möglicher Entscheidungen nachvollziehbar machen. Das Team kann dazu beitragen, dass Verantwortung, Respekt und Selbstbestimmungsrecht sowie Vertrauen, Rücksicht und Mitgefühl als moralische Werte mit der Arbeit im Krankenhaus in Einklang gebracht werden.
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v.l.: OA Dr. Michael Peintinger, Kfm. Direktorin Marion Androsch, Dr. Eva Schultes, Ärztl. Direktor Prim. Dr. Lukas Koppensteiner, DGKP Birgit Preis, OA Dr. Felix Layr, DGKP Renate Tatzer, Hebamme Gertraud Andert, DGKP Renate Welleschitz, MSc, Pflegedirektorin Bettina Riedmayer
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